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«Strafgebühren» statt Freiwilligkeit. 

  • Das E-ID-Gesetz ermöglicht Zusatzgebühren für Schalterbesuche. Dies diskriminiert Menschen, die kein Smartphone haben. Zudem wird das Recht auf ein analoges Leben verletzt. Gesetzlich müsste sichergestellt werden, dass durch das Fehlen einer E-ID keine Diskriminierung oder Benachteiligung entsteht. Dies ist jedoch nicht der Fall.
  • Wohin die «freiwillige Nutzung» führt, sieht man anhand der E-ID in Österreich. Kürzlich wurde einer Lehrerin fristlos gekündigt, weil sie die Austria-ID nicht benutzen wollte. Auch in Österreich wurde Freiwilligkeit versprochen, aber nicht gesetzlich garantiert. Wer glaubt noch an den Osterhasen?

Abstimmungskampagne zur E-ID vom Politbeobachter und Aktionsbündnis Urkantone unterstützen:

E-ID führt zu Smartphonezwang und Ausweispflicht im Internet

  • Die E-ID ist der Start zum Ausweiszwang im Internet. Immer mehr Dienste wie etwa die elektronische Unterzeichnung von Volksinitiativen oder der Onlineabschluss eines Mobilfunk-Vertrags, werden nur noch mit der E-ID als Ausweis verfügbar sein. Ein Beispiel: Auch die Einwilligung zu den unnötigen «Cookie-Bestätigungen» wäre freiwillig, ist aber in der in der Praxis fast obligatorisch.

Deine Daten an Tech-Konzerne? Deine Entscheidung!

  • Die E-ID-Daten werden den Tech-Konzernen auf dem Silbertablett serviert. Zur Verifizierung aller Social-Media-Profile wird künftig eine E-ID erforderlich sein, sobald die derzeit in Ausarbeitung befindliche Plattformregulierung in Kraft tritt. Keine E-ID bedeutet bald, keinen Zugang zu Social-Media.
  • Im Fall von Tiktok landen die Personendaten der Schweizer E-ID bei einer Benutzerverifizierung beim chinesischen Staat.
  • Der Ausstellungsprozess der E-ID ist unsicher, basiert auf einer veralteten Technologie und ermöglicht klassischen Identitätsdiebstahl.

Fragwürdiger Nutzen für teures Projekt

  • Ein Hauptargument hat sich seit der letzten Abstimmung nicht verändert: der vernachlässigbare und fragwürdige Nutzen der E-ID.
  • Für Behördendienstleistungen wie einen Betreibungsregisterauszug gibt es bereits gute Logins wie AGOV. Diese funktionieren meist mit Zwei-Faktor-Authentifizierung und gelten als deutlich sicherer als die E-ID. Auch im Internet besteht kein Bedarf für einen amtlichen Ausweis. Für Alterskontrollen im Alltag, etwa beim Alkoholkauf, ist eine herkömmliche ID weiterhin besser geeignet.
  • Seit der letzten Abstimmung wurden über 100 Millionen Steuergelder in die Entwicklung der E-ID versenkt. Wird das Projekt umgesetzt, drohen trotz minimalem Nutzen, noch viel höhere Kosten.

Newbeiträge des Politbeobachter zur E-ID