«Strafgebühren» statt Freiwilligkeit.

- Das E-ID-Gesetz ermöglicht Zusatzgebühren für Schalterbesuche. Dies diskriminiert Menschen, die kein Smartphone haben. Zudem wird das Recht auf ein analoges Leben verletzt. Gesetzlich müsste sichergestellt werden, dass durch das Fehlen einer E-ID keine Diskriminierung oder Benachteiligung entsteht. Dies ist jedoch nicht der Fall.
- Wohin die «freiwillige Nutzung» führt, sieht man anhand der E-ID in Österreich. Kürzlich wurde einer Lehrerin fristlos gekündigt, weil sie die Austria-ID nicht benutzen wollte. Auch in Österreich wurde Freiwilligkeit versprochen, aber nicht gesetzlich garantiert. Wer glaubt noch an den Osterhasen?
Abstimmungskampagne zur E-ID vom Politbeobachter und Aktionsbündnis Urkantone unterstützen:
- Flyer zum verteilen bestellen über das Kontaktformular beim Aktionsbündis Urkantone: Bitte Anzahl und Lieferadresse bestellen.
- A3 oder A4 Plakate herunterladen, selber drucken und aufhängen.
- Mailsignatur «E-ID Nein» herunterladen und verwenden.
- Kampagne finanziell unterstützen. Spenden die vom Dienstag, 19. August bis am 2. September beim Politbeobachter eingehen, werden für die Nein Kampagne zur E-ID verwendet.
E-ID führt zu Smartphonezwang und Ausweispflicht im Internet

- Die E-ID ist der Start zum Ausweiszwang im Internet. Immer mehr Dienste wie etwa die elektronische Unterzeichnung von Volksinitiativen oder der Onlineabschluss eines Mobilfunk-Vertrags, werden nur noch mit der E-ID als Ausweis verfügbar sein. Ein Beispiel: Auch die Einwilligung zu den unnötigen «Cookie-Bestätigungen» wäre freiwillig, ist aber in der in der Praxis fast obligatorisch.
Deine Daten an Tech-Konzerne? Deine Entscheidung!

- Die E-ID-Daten werden den Tech-Konzernen auf dem Silbertablett serviert. Zur Verifizierung aller Social-Media-Profile wird künftig eine E-ID erforderlich sein, sobald die derzeit in Ausarbeitung befindliche Plattformregulierung in Kraft tritt. Keine E-ID bedeutet bald, keinen Zugang zu Social-Media.
- Im Fall von Tiktok landen die Personendaten der Schweizer E-ID bei einer Benutzerverifizierung beim chinesischen Staat.
- Der Ausstellungsprozess der E-ID ist unsicher, basiert auf einer veralteten Technologie und ermöglicht klassischen Identitätsdiebstahl.
Fragwürdiger Nutzen für teures Projekt
- Ein Hauptargument hat sich seit der letzten Abstimmung nicht verändert: der vernachlässigbare und fragwürdige Nutzen der E-ID.
- Für Behördendienstleistungen wie einen Betreibungsregisterauszug gibt es bereits gute Logins wie AGOV. Diese funktionieren meist mit Zwei-Faktor-Authentifizierung und gelten als deutlich sicherer als die E-ID. Auch im Internet besteht kein Bedarf für einen amtlichen Ausweis. Für Alterskontrollen im Alltag, etwa beim Alkoholkauf, ist eine herkömmliche ID weiterhin besser geeignet.
- Seit der letzten Abstimmung wurden über 100 Millionen Steuergelder in die Entwicklung der E-ID versenkt. Wird das Projekt umgesetzt, drohen trotz minimalem Nutzen, noch viel höhere Kosten.
Newbeiträge des Politbeobachter zur E-ID
Gesundheitsdaten nur noch mit der E-ID
Der Zugriff auf das elektronische Patientendossier (EPD) soll zukünftig nur noch mit der E-ID möglich sein.
E-ID Referendum: Verhaltener Start, neuer Unterstützer!
Good-News der Woche: Neu unterstützt auch die EDU-Schweiz.
Mit der E-ID kommt der Ausweiszwang für YouTube&Co
Mit der Verabschiedung des E-ID Gesetz kommen wir auch der Ausweispflicht im Internet einen Schritt näher.
E-Collecting: Ständerat will Smartphone-Demokratie
Der Ständerat trifft einen kurzsichtigen Entscheid und will in Zukunft nur noch digitale Unterschriften für Initiativen und Referenden erlauben.
E-ID: Bundesrat setzt auf EU-kompatible Lösung statt Datenschutz
Der Technologieentscheid zur E-ID hat weitreichende Folgen für den Datenschutz.
E-ID: Alter Wein in neuen Schläuchen?
Auch der Ständerat der Umsetzung der E-ID grundsätzlich zugestimmt. Die Piratenpartei hat Bedenken.