Sammelstart der Mietpreis-Initiative
Mit einem Verfassungsartikel will der Mieterverband Schweiz missbräuchlich zu hohe Mieten bekämpfen. Er wird unterstützt von der SP, dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund, WeCollect und weiteren Organisationen. Die Initiative «Ja zum Schutz vor missbräuchlichen Mieten (Mietpreis-Initiative)» soll den Grundsatz der Kostenmiete in der Verfassung verankern. Damit würden sich gemäss Mieterverband die Mieten an den tatsächlichen Kosten plus einer definierten Rendite orientieren. Zudem verlangt die Initiative eine automatische, regelmässige Überprüfung der Mietpreise. Falls nötig, müssen die Mieten angepasst werden. Auch Mietende sollen die Überprüfung verlangen können.
Zum Kontext: In den vergangenen zwanzig Jahren sind die Mieten gemäss Bundesamt für Statistik um 25 Prozent teurer geworden. Der Landesindex für Konsumentenpreise (LiK) ist im gleichen Zeitraum aber deutlich weniger angestiegen. Unterdessen ist die Miete oft der grösste Posten im Haushaltsbudget und hohe Mietzinsen belasteten die Kaufkraft. Mit ein Grund für die Preisanstiege ist ein Strukturwandel bei den Vermietern. Der Anteil an Wohnungen, welche durch gewinnorientierte Immobilienkonzerne bewirtschaftet wird, ist in den letzten rund zwanzig Jahren um über 10% gestiegen.
Die Webseitenrubrik Initiativen wird zeitnah ergänzt. Der Unterschriftenbogen für die Initiative steht hier zum Download zur Verfügung:
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