Lebensmittelschutzinitiative eingereicht
Das Initiativkomitee hat nach eigenen Angaben 137’000 Unterschriften bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht. Die Initiative fordert, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel klar gekennzeichnet werden und jeder gentechnisch veränderte Organismus einer umfassenden Risikobewertung unterzogen wird. Zudem wird der Erhalt einer Landwirtschaft ohne Gentechnik sowie für strengere Vorgaben bei Patenten gefordert.
«Die Bevölkerung in der Schweiz soll auch künftig selbst bestimmen können, was auf ihren Teller kommt», sagt Martin Graf, Präsident des Vereins für gentechnikfreie Lebensmittel. Getragen wird die Initiative des Vereins von zahlreichen Akteuren, darunter landwirtschaftliche Organisationen wie Bio Suisse und Demeter, Züchterinnen und Züchter sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Konsumenten-, Umwelt- und Tierschutz, Kirche, Wissenschaft und Parteien aus nahezu dem gesamten politischen Spektrum. Ihr gemeinsames Ziel ist es, Landwirtschaft und Konsumentenschaft mit klaren Regeln vor möglichen Risiken der Gentechnologie zu schützen.
Obwohl das Parlament erst im vergangenen Jahr, das seit 2005 bestehende Moratorium für den Anbau gentechnisch veränderter Organismen bis Ende 2030 verlängert hat, halten die Initiantinnen und Initianten den Zeitpunkt für ihr Vorhaben für passend. Sie kritisieren insbesondere die Pläne von Albert Rösti. Dieser hat einen Entwurf für ein spezielles Gentechnikgesetz präsentiert, das ihrer Ansicht nach Mensch, Tier und Umwelt nicht ausreichend schützt. Mit der Initiative sollen daher verbindliche Grenzen festgelegt werden, um das Vorsorgeprinzip zu stärken und die Wahlfreiheit der Konsumentinnen und Konsumenten sicherzustellen.
Bildquelle:
https://www.lebensmittelschutz.ch/