Dokumentarfilm «DER HYPE»

Im Herbst 2026 steht im Parlament die Revision des Epidemiengesetzes an. Sie soll Massnahmen wie Lockdowns und Maskenpflicht gesetzlich festschreiben. Bis heute fehlt jedoch eine umfassende, evidenzbasierte Analyse dieser Massnahmen, ihrer Wirksamkeit und Verhältnismässigkeit. Der neu erschienene Dokumentarfilm «Der Hype» liefert wertvolle Denkanstösse und lässt das Jahr 2020 nochmals Revue passieren. Am 19. Mai fand die erste Aufführung in Bern statt. Renommierte Wissenschaftler plädieren im sehenswerten Dokumentarfilm für eine Aufarbeitung der Corona-Zeit und erklären, wie aus ihrer Sicht die Fehler entstanden sind.

«Auf Basis verfügbarer Daten und vielfältiger Stimmen zeichnet der Film ein differenziertes Bild der damaligen Krisenpolitik und ihrer Folgen. Er rückt dabei die zentrale Frage in den Fokus: Waren die Massnahmen gerechtfertigt – und haben sie ihr Ziel erreicht? Der Film versteht sich nicht als Anklage, sondern als längst fälliger Anstoss für eine sachliche Aufarbeitung und als Einladung, die Ereignisse der Coronazeit mit dem nötigen Abstand neu zu bewerten.»

Wenn man an diesem Text des Filmemachers und dem Film etwas kritisieren möchte, dann am ehesten die «Vielfalt» der darin vertretenen Stimmen. Zu Wort kommen fast ausschliesslich jene Wissenschaftler, die den von der WHO nahegelegten Massnahmen und Gefahreneinschätzungen kritisch gegenüberstanden – und letztlich Recht behielten. John P. A. Ioannidis (Prof. für Medizin, Immunologie und Bevölkerungsgesundheit), Pietro Vernazza (Prof. für Medizin; von 2000 bis 2021 Chefarzt der Infektiologie am Kantonsspital St. Gallen) und Anders Tegnell (schwedischer Arzt; von 2013 bis 2022 Staatsepidemiologe der schwedischen Behörde für öffentliche Gesundheit) sind die bekanntesten der über zehn für den Film interviewten Persönlichkeiten.

Durch das pointierte Zusammenschneiden offizieller Statements von Politikern und Mitgliedern der Taskforce werden im Dokumentarfilm merkwürdige Meinungsänderungen und unbelegte Behauptungen nochmals sichtbar. Bedauerlicherweise wollten die kritisierten Wissenschaftler – wie z. B. Prof. Matthias Egger von der Universität Bern – dem Filmteam keine Interviews geben und keine Fragen beantworten. Vermutlich ist die Faktenlage rückblickend derart klar, dass ein Gesichtsverlust unabwendbar gewesen wäre – da ist Schweigen fast die einzig mögliche Antwort.

Der sehenswerte Dokumentarfilm ist ab dem 21. Mai unter www.der-hype.ch  frei zugänglich und wird in den nächsten Wochen zudem in diversen Kinos gezeigt:

22. Mai 2026, Herisau, Kino Cinetreff

26.Mai 2026, 18:00, Thun, Kino Rex

28.Mai 2026, 17:00, Bern, Kino Movie

2.Juni 2026, 19:00, Basel, Neues Kino

2.Juni 2026, 17:00, Bern, Kino Movie

Spenden für den weitgehend mit Eigenmitteln finanzierten Film sind sehr willkommen und können hier getätigt werden.

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