Bienen-Initiative lanciert
Den Schweizer Bienen und Bestäuber-Insekten geht es schlecht – deshalb wurde die «Bienen-Initiative» lanciert. Sie will den Schutz der Bestäubung in einem neuen Verfassungsartikel verankern. Hinter der Volksinitiative «Für die Sicherung der Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen durch Insekten (Bienen-Initiative)» stehen die Imkerverbände aller drei Sprachregionen, die Naturfreunde Schweiz und die Stiftung Future 3.
Bienen und andere Bestäuber-Insekten sind unverzichtbar für unsere Ernährung und die Natur. Rund 84 Prozent der in Europa angebauten Nutzpflanzen sind auf ihre Bestäubung angewiesen – jeder dritte Bissen hängt von ihnen ab. Für die Schweizer Landwirtschaft wird der Wert dieser Leistung auf knapp 500 Millionen Franken pro Jahr geschätzt. Mit den Bestäubern geraten ganze Nahrungsketten und artenreiche Lebensräume unter Druck. Fast die Hälfte der über 600 Wildbienenarten in der Schweiz ist gefährdet, 59 Arten gelten bereits als ausgestorben. Auch Honigbienen leiden unter Krankheiten, Parasiten und invasiven Arten.
Obwohl Bevölkerung und Parlament seit Jahren Handlungsbedarf sehen, bleiben die Massnahmen des Bundes ungenügend. Mit der «Bienen-Initiative» sollen Bund und Kantone verpflichtet werden, den Schutz der Bestäuber endlich wirksam zu fördern und dafür genügend Mittel bereitzustellen. Welche Massnahmen nötig wären, ist längst bekannt: mehr Blühflächen, besser vernetzte Lebensräume, weniger Lichtverschmutzung und ein entschlosseneres Vorgehen gegen invasive Arten. Die Initiative will den politischen Willen schaffen, dies endlich umzusetzen.
Quellen:
https://www.bienen-initiative.ch/
Bildquelle:
https://www.bienen-initiative.ch/news/eine-volksinitiative-fuer-die-bienen