Referendum

Kernenergiegesetz

Referendum zum Kernenergiegesetz (KEG)

Sammelfrist: 8. Oktober 2026

Was will die Initiative?

Die Schweiz will mehr Technologieoffenheit bei der Stromproduktion, wobei das Neubauverbot von AKW gestrichen wird.

Kernpunkte der Gesetzesänderung im Überblick:

Konkret geht es nun um folgende Anpassungen im Kernenergiegesetz:

Ziel der Änderung von Gesetz:
Das seit 2017 geltende Verbot für den Bau neuer Atomkraftwerke (AKW) aufzuheben. Die Schweiz will mehr Technologieoffenheit bei der Stromproduktion.

Argumente des Referendumskomitees:

Kampagnen WebsiteUnterschriftenbogen

Kommentar des Politbeobachter

Das Referendumskomitee fordert mit seinem Nein zu neuen Kernkraftwerken de facto ein Technologieverbot in der Schweiz – trotz massiver technischer Fortschritte in den letzten Jahrzehnten. Die Schweiz steht vor einer wachsenden Stromlücke, insbesondere im Winter, und kann sich nicht dauerhaft auf unsichere Stromimporte verlassen. Erneuerbare Energien sind wichtig und werden weiter gefördert, können aber aufgrund ihrer Wetterabhängigkeit die Grundlast nicht allein sichern. Neue AKW bieten hier eine klimafreundliche, zuverlässige und langfristig preisstabile Ergänzung: Hohe Anfangsinvestitionen werden durch niedrige Rohstoff- und Betriebskosten sowie Laufzeiten von 60–80 Jahren amortisiert. Nuklearstrom ist zusammen mit Wasserkraft – über die gesamte Lebensdauer gerechnet – am Günstigsten. Wie bei den Erneuerbaren können bewährte Instrumente wie gleitende Marktprämien, langfristige Abnahmeverträge und Kreditgarantien erfolgreich eingesetzt werden. Sicherheitsrisiken sind durch moderne Technik stark minimiert, und beim Atommüll gibt es eine transparente Roadmap für ein geologisches Tiefenlager.

Zusammengefasst: Statt einseitig auf Erneuerbare zu setzen, die nur „flatterhaft“ Strom einspeisen können, braucht die Schweiz Technologieoffenheit. Neue Kernkraftwerke eine vernünftige Option, um Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit und Preisstabilität langfristig zu gewährleisten – ohne die Förderung der Erneuerbaren zu gefährden.

Wichtig: Bei der Erzeugung von Nuklearstrom wird praktisch kein CO2 emittiert. Dies ist eine Voraussetzung für die Erreichung des Netto-Null-Zieles, wie in der schweizerischen Klima-Politik gefordert.